Juniorbowl XXXII

Feuerwerk-Workshop begleitete den Juniorbowl XXXII im Düsseldorfer Panther-Stadion beim Spiel der Cologne Crocodiles vs Saarland Hurricanes. Feuerwerk-Workshop zündete bei diesem Spiel gleich drei Feuerwerke sowie einen Spezial Effekt.

Die ersten beiden Feuerwerke fanden in sehr kurzer Abfolge beim Einlauf der beiden Mannschaften statt. Dabei wurden zwei kurze Höhenfeuerwerke mittels Kategorie 2 (Silvesterfeuerwerk) am Spielfeldrand gezündet. Die Zündung erfolgte manuell an jedem einzelnen Effekt.

Bei der Siegerehrung wurde als erster Höhepunkt ein Druckluft-Effekt mit großem Konfetti Ausstoß gezündet. Dieser Effekt wurde rein mit Druckluft betrieben und elektrisch ausgelöst. Die 2 kg schwarz / rotes (Pantherfarben) gaben ein entsprechendes Endbild bei der Siegerehrung.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Höhenfeuerwerk. Dieses bestand (wegen der beengten Platzverhältnisse) ebenfalls vollständig aus Effekten der Kategorie 2 (Silvesterfeuerwerk). Auch dieses Feuerwerk wurde vollständig per Hand (manuell) gezündet.

Einen vollständigen Bericht über diese Veranstaltung mit video und Pressemeldungen der Düsseldorf Panther können Sie auch im Feuerwerk-Workshop Historie Bereich finden.

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Feuerwerk Workshop Nr. 29

Feuerwerk Workshop begleitete das Heimspiel der Düsseldorf Panther gegen die Berlin Rebels mit einer kurzen pyrotechnischen Inszenierung. Die Pyrotechnische Vorführung fand wie gewohnt beim Einlauf der Düsseldorf Panther statt. Im Mittelpunkt stand dabei die Effekterzeugung mittels Rauchpulver direkt auf dem Spielfeld in Laufrichtung der Spieler. Das eingesetzte Rauchpulver erzeugte dabei schnell eine große Nebelwand. Die Effekte wurden dabei von insgesamt drei Effekt-Halterungen gleichzeitig abgeschossen; im Vordergrund der Einlauf der Spieler und die Pantherettes (Cheerleader der Düsseldorf Panther). Für zusätzliche Feuerwerksatmosphäre sorgten dabei zusätzliche Feuerwerks-Effekte der Klasse II (F2) die aus insgesamt 12 Cakeboxen gleichzeitig verschossen wurden, sowie einigen Singel-Shoot Effekten (ebenfalls der Klasse II). Die für diese Saison ausgewählten Effekte legen dabei besonders Wert auf die akustischen Komponenten (Whistler und Knalleffekte). Der überaus starke optische Effekt des Rauches wurde somit lautstarke akustisch ergänzt und das Gesamtbild bei diesem Tagesfeuerwerk abgerundet hatten. Die einzelnen Effekte wurden in Effekt-Halterungen befestigt und untereinander mit Zündschnüren verleitet, die Laufzeit der einzelnen Zündschnurelemente sorgte dabei für die Choreografie und verzögerung des Feuerwerks. Die Initialzündung wurde für jede einzelne Effekt-Halterung per Handzündung am Anfang der Zündschnur vorgenommen.

Im Mittelpunkt des Feuerwerks stand dabei für das Heimpublikum unübersehbar das Lichterbild des Sponsors dieses Feuerwerks: Hasso Feuerschutz. Das rund 3m³ große Lichterbild wurde dabei mit seitlich angebrachten pyrotechnischen Effekten bestückt die manuell zu Beginn des Feuerwerks gezündet wurden. Das Firmenlogo wurde dabei als besonderer Blickpunkt in den Ablauf des Feuerwerks eingebunden.

Zudem wurde der Beginn des Spielereinlaufs mit einem Druckluft-Spezial-Effekt versehen. Hier wurden mittels eines Drucktanks ca. 1 kg Konfetti zusätzlich zum Feuerwerk verschossen.

Einen Spielbericht sowie die Pressemitteilungen der Düsseldorf Panther über diese Veranstaltung können Sie auch im Feuerwerk-Workshop Historie Bereich finden.

Feuerwerk Workshop Nr. 19

Feuerwerk Workshop begleitete das Heimspiel der Düsseldorf Panther gegen die Lübeck Cougars mit einer kurzen pyrotechnischen Inszenierung zum Einlauf der Düsseldorf Panther. Im Mittelpunkt stand dabei die Effekterzeugung mittels Rauchpulver direkt auf dem Spielfeld. Das eingesetzte Rauchpulver erzeugte dabei schnell eine große Nebelwand. Die Effekte wurden dabei von insgesamt vier Effekt-Halterungen gleichzeitig abgeschossen; im Vordergrund der Einlauf der Spieler und die Pantherettes (Cheerleader der Düsseldorf Panther). Für echte Feuerwerksatmosphäre sorgten dabei zusätzliche Feuerwerks-Effekte der Klasse II (F2) die aus mehrere Cakeboxen sowie einigen Kannonschläge bestanden. Der starke optische Effekt des Rauches wurde somit um eine lautstarke akustische Komponente ergänzt die das Gesamtbild bei diesem Tagesfeuerwerk abgerundet hatte. Die einzelnen Effekte wurden in Effekt-Halterungen befestigt und untereinander mit verschiedenen Zündschnüren verleitet, die Laufzeit der einzelnen Zündschnurelemente sorgte dabei für die Choreografie des Feuerwerks. Die Initialzündung wurde für jede einzelne Effekt-Halterung per Handzündung am Anfang der Zündschnur vorgenommen.

Im Mittelpunkt des Feuerwerks stand dabei für das Heimpublikum unübersehbar das Lichterbild des Sponsors dieses Feuerwerks: Hasso Feuerschutz. Das fast 3m³ große Lichterbild wurde dabei mit mehr als 100 pyrotechnischen Effekten bestückt die beim Feuerwerk gleichzeitig über eine schnell brennende Zündschnur gezündet wurden. Das Firmenlogo wurde dabei in verschiedenen Flammfarben gestaltet und in den Ablauf des Feuerwerks eingebunden.

Mehr über diese Veranstaltung finden Sie hier: http://www.feuerwerk-workshop.de/index.php?id=147

 

Pressemeldung der Düsseldorf Panther über diese Veranstaltung:

Düsseldorf. Wie unterschiedlich doch die Reaktionen auf ein Spiel ohne Sieger aussehen: Während die Lübeck Cougars ihr überraschendes 29:29 (12.7, 7:7, 0:0, 10:15)-Unentschieden in Düsseldorf bejubelten, als ob es den vorzeitigen Erstliga-Verbleib für den GFL-Aufsteiger bedeuten würde, herrschte bei den Panthern tiefe Tristesse. Verständlich, da der nicht einkalkulierte Punktverlust im Duell der Raubkatzen wohl schon frühzeitig die Ambitionen der Rheinländer auf Platz zwei der Nordgruppe der German Football League und das damit verbundene Heimrecht im Viertelfinale beendet hat.

Verständlich war der Missmut der Panther aber vor allem auch, weil sie den 1.879 Zuschauern im Benrather Stadion an der Karl-Hohmann-Straße in der ersten Partie nach der dreiwöchigen Spielpause und im (mit hoher Wahrscheinlichkeit) vorletzten Heimspiel des Jahres ihre schwächste Saisonleistung geboten hatten. „Wir waren irgendwie noch eingerostet, haben unseren Rhythmus nicht kontinuierlich gefunden“, gab Runningback David McCants zu, „das darf trotz einer Pause und trainingsfreier Zeit nicht passieren.“ Während die Gäste, die gerade mal mit 33 Spielern angereist waren, um jeden Ball erbittert fighteten, wirkten die Rheinländer streckenweise seltsam phlegmatisch, fast paralysiert. Das Lübecker Laufspiel über Michael Davis und Franz Teuber bekam die Düsseldorfer Defense ebenso wenig in den Griff wie Andrew Hill: Mit beweglichen Spielmachern wie dem früheren Langenfelder Longhorn hatten die Panther schon in Dresden, gegen Kiel und Berlin enorme Probleme gehabt. Nicht einmal die Schwächen des Aufsteigers, der außer einem Extrapunkt auch ein ‚einfaches‘ Fieldgoal aus 25 Yards ungenutzt ließ, und alleine bis zur Pause viermal den Ball fallenließ (fumblete) konnten die Hausherren nutzen. „Das muss ich auf meine Kappe nehmen“, sagte Cheftrainer James Jenkins selbstkritisch: „Wenn das Team nicht gut genug vorbereitet ist oder die Vorbereitung nicht gut genug umsetzen kann, liegt das an meiner Arbeit. Da kann und will ich mich hinter niemandem verstecken.“

Auf der anderen Seite des Feldes blitzte das Potenzial der Panther-Offense nur ganz sporadisch immer mal wieder auf: Für beide Touchdowns vor der Pause benötigten Quarterback Robert Demers und Co. jeweils nur zwei big plays. Dumme Strafen und einige kleine individuelle Fehler machten lange Zeit die anderen Angriffsserien der Düsseldorfer jedoch ohne zählbare Erfolge zunichte. Die tapfer kämpfenden Cougars erkannten ihre Chance und zogen völlig verdient immer weiter davon. Bis die Düsseldorfer, als die Partie schon verloren schien, sich nach 14:26- und 21:29-Rückständen doch wieder auf ihre Qualitäten besannen. Zum 21:26-Anschluss erlief Ex-Maverick Oliver Martin seinen ersten Touchdown als Panther. Und die Serie zum 27:29, die Marcus Jaeger auf Demers-Zuspiel abschloss, war mit acht kompletten Pässen in Serie in drei Minuten Spielzeit schon beinahe lehrbuchreif – wobei dem Lübecker Rest-Aufgebot allerdings auch sichtlich die Kraft ausging. So gelang am Ende den Gastgebern auch die Conversion zum glücklichen Ausgleich, den David McCants erzielte, scheinbar mühelos – wirklichen Jubel löste das 29:29 beim sechsmaligen deutschen Meister aber nicht aus.

Bei den Düsseldorfer Fans, die die Cougars mit anerkennendem Applaus und Sprechchören verabschiedeten, herrschten gemischte Gefühle: Einerseits natürlich Enttäuschung über die in vielen Aspekten fehlerhafte Vorstellung ihres Teams. Andererseits war aber auch Erleichterung zu spüren, dass ‚ihre‘ Jungs im Endspurt wenigstens noch das Unentschieden gerettet hatten. Dazu kam die Anerkennung der Düsseldorfer Anhänger dafür, dass sich die Panther trotz der vor allem in den Linien heftigen personellen Probleme und der vielen Schwächen nie aufgegeben hatte. Bewundernswert vor allem die Leistung der Offenseline, in der Tightend Florian Pawlik als Tackle und Peter Mayer aus der Defense als Center aushelfen mussten, weil nur drei ‚gelernte O-Liner‘ zur Verfügung standen.

Allerdings wollte Headcoach Jenkins die Personalnot nicht als Begründung und schon gar nicht als Ausrede für die teilweise desolaten Darbietungen seiner Schützlinge gelten lassen. „Dass Spieler und manchmal auch viele Spieler wegen Verletzungen, aber auch wegen Urlaub, beruflicher oder privater Verpflichtungen fehlen, geht allen Teams so und ist eben Teil der Bedingungen, unter denen wir hier Football spielen“, stellte der 44-jährige ehemalige NFL-Profi klar. Seine Analyse: „Wir hatten Probleme, den Ball fest zu halten, diese Turnovers und die Strafen haben immer wieder unsere Angriffe ‚getötet‘. In der Defense haben wir nie entscheidend Druck aufbauen können, da müssen wir über das Unentschieden noch froh sein.“

Das Spiel in der Zusammenfassung

Düsseldorf Panther – Lübeck Cougars 29:29 (7:12, 7:7, 0:0, 15:10)

1.879 Zuschauer im Benrather Stadion an der Karl-Hohmann-Straße

0:6 Michael Davis, 2-Yard-Lauf (5:25 Minuten gespielt)

7:6 Jens Vogt, 31-Yard-Pass von Robert Demers, PAT Sascha Jungblut (6:07)

7:12 Locklan Gilbert, 30-Yard-Pass von Andrew Hill (8:28)

14:12 David McCants, 64-Yard-Lauf, PAT Sascha Jungblut (16:46)

14:19 Michael Kresowaty, 16-Yard-Pass von Andrew Hill, PAT Locklan Gilbert (23:26)

14:26 Michael Davis, 1-Yard-Lauf, PAT Daniel Töllner (38:17)

21:26 Oliver Martin, 2-Yard-Lauf, PAT Sascha Jungblut (41:14)

21:29 Daniel Töllner, 34-Yard-Fieldgoal (44:34)

29:29 Marcus Jaeger, 12-Yard-Pass von Robert Demers, Zwei-Punkte-Conversion Lauf David McCants (47:35)

Pressemeldung der Düsseldorf Panther vom 2., 5. und 7. August 2012 über das Rückspiel zu dieser Veranstaltung

2. August 2012, Düsseldorf. Revanche ist das Motto der Woche bei den Düsseldorf Panthern. Schon sieben Tage nach dem für die Rheinländer enttäuschenden, aber für die Gäste hoch verdienten 29:29 gegen die Lübeck Cougars steht an der Ostsee die zweite Partie des sechsmaligen deutschen Meisters gegen den Aufsteiger auf dem (ausgesprochen seltsamen) Spielplan der German Football League. Und da das erst in der Endphase erkämpfte Unentschieden gegen den Neuling für die vorher hoch favorisierten Panther eine ‚gefühlte‘ Niederlage war, wollen die Düsseldorfer sich unbedingt rehabilitieren.

„Wir müssen unter Beweis stellen, dass wir mehr drauf haben“, hat Linebacker Denis Letkemann stellvertretend für seine Mitstreiter das Ziel für die Partie am Samstag im Stadion Buniamshof (Kick-off: 17.30 Uhr) vorgegeben. „Mir persönlich war das peinlich, so vom Platz zu gehen!“ Letkemanns schonungslose Ansage: „Wenn wir als Team keine Lehre aus diesem Spiel ziehen, verdienen wir‘s nicht, in die Playoffs zu kommen!“

Besonders auffällig: Satte 354 Yards Raumgewinn erliefen die beiden Runningbacks Michael Davis und Franz Teuber sowie Spielmacher Andrew Hill gegen die desolate Düsseldorfer Defense. Was selbst Cougars-Headcoach Mark Holtze als „für eine Abwehrreihe wie die der Panther eine Katastrophe“ bezeichnete. „Sie haben uns unterschätzt, das werden sie aber sicher nicht wieder tun“, vermutet er. Trotzdem sieht Holtze für sein Team „im Rückspiel sicher wieder eine Chance, denn auch wir werden uns auf sie auch noch besser einstellen“, und glaubt mit Blick auf fünf bei vergebenen Fieldgoals und Extrapunkten ‚liegengelassene‘ Punkte: „Wenn wir in den Special Teams besser spielen, haben wir auch im Rückspiel eine Außenseiter-Chance.“

Auch Panther-Passempfänger Niklas Römer bekennt sich „ohne die gute Leistung der Cougars schmälern zu wollen“ dazu, dass beim zweiten Aufeinandertreffen der beiden Raubkatzen-Teams „das, was am Samstag passiert ist, nicht noch mal“ vorkommen soll: „Dazu ist unser Spielerpotenzial eigentlich viel zu groß“. Bei seinem Fernsehauftritt bei ‚Center TV‘ gab Nationalspieler Römer zu, dass die Panther beim 29:29 in allen Aspekten und allen Bereichen der Mannschaft eine unerklärlich schwache Vorstellung geboten hätten.

Mit seiner Bekräftigung, trotz des Angebots als Assistenztrainer an das Waldorf College in die USA zu wechseln die Saison bei den Panthern zu Ende zu spielen, hat Estrus Crayton seinerseits ein Zeichen gesetzt. „Natürlich glaube ich an unsere Mannschaft“, sagt der mit 40 Jahren älteste Düsseldorfer Akteur, „wir haben von unseren Möglichkeiten zuletzt nur einen Teil genutzt, deshalb haben wir gegen Berlin verloren und gegen Lübeck so enttäuscht. Ich bin sicher, dass wir auf den Erfolgsweg zurückfinden und will meinen Teil dazu beitragen.“

Andererseits ist allen Panthern auch klar: Bei einem ähnlich schlechten Auftritt am ‚Buni‘, wie die Lübecker ihr Stadion nennen, würde der letztjährige Germanbowl-Halbfinalist nicht nur das immer noch existente Saisonziel Gruppenplatz zwei, sondern sogar den Einzug in die Play-offs überhaupt in Gefahr bringen.

Genau wie Römer, der im ersten Viertel kurz vor der Endzone fumblete, ließ auch David McCants in Benrath bei einem scheinbar sicheren Touchdown in aussichtsreicher Position den Ball fallen. „Jeder kann mal einen schlechten Tag haben, da bi ich keine Ausnahme“, sagte der Panther-Runningback dazu nur knapp, „aber entscheidend ist, dass man aus seinen Fehlern lernt, sich noch mehr konzentriert, noch härter arbeitet und stärker zurückkehrt.“ Der Mann aus Alabama hofft, dass er am Samstagabend außer der angestrebten Revanche zwei weitere Gründe hat, um zu feiern. Genau 22 Yards fehlen David noch an der magischen 1000-Yards-Marke, 2 Punkte, um 100 Zähler zu erreichen: 978 Yards Raumgewinn hat er in den bisherigen 9 Spielen erlaufen und 98 Punkte für die Rheinländer erzielt. „Individuelle Erfolge sind natürlich schön, aber wichtiger ist, dass wir als Team zusammen stehen und gemeinsam gewinnen“, sagt McCants dazu.

Info

German Football League: Lübeck Cougars – Düsseldorf Panther

04. August 2012, Stadion Buniamshof, Lübeck;

Kick-off: 17.30 Uhr;

Tickets: Sitzplatz 10 €, Stehplatz 5 €; Ermäßigte: 6 €, 3€.

 

5. August 2012, Düsseldorf. Auf eindrucksvolle Weise ist den Düsseldorf Panthern die Rehabilitation für die enttäuschende Leistung der Vorwoche geglückt. Mit einer Klasse-Vorstellung und einem 51:27 (14:7, 21:7, 7:7, 9:6)-Sieg revanchierte sich der sechsmalige deutsche Football-Meister am Samstag bei den Lübeck Cougars für das 29:29 gegen den gleichen Gegner sieben Tage zuvor. Erfolgreichster Punktesammler der Gäste war vor 1.200 Zuschauern im Stadion am Buniamshof Estrus Crayton: Der 40-jährige Kalifornier, der in dieser Woche ein lukratives Angebot als Trainer in seine Heimat zurückzukehren abgelehnt hatte, erzielte gleich drei der sieben Touchdowns für die Rheinländer.

Überhaupt machten die Schützlinge von Cheftrainer James Jenkins von Beginn an klar, dass sie ihr wahres Leistungsvermögen zeigen wollten. Bis zur Pause münzte die Panther-Offense sechs Angriffsserien in fünf Touchdowns um. Mit einer konzentrierten Vorstellung und einer gelungenen Mischung aus Pass- und Laufspiel nahmen sie Cougars zeitweise fast lehrbuchmäßig auseinander. Auch die verletzungsbedingten Ausfälle von Runningback Soichiro Tsukuda und Offenseliner Patrick Neff konnten die Gäste an der Ostsee nicht stoppen. In der Linie bot Ex-Rookie Marius Mohr bei seinem Debüt in der German Football League eine gute Partie und Tsukudas sonstige Aufgaben als Runningback teilten sich Marcel van Eck, Oliver Martin und Niklas Hornen.

Denn Headcoach Jenkins überraschte die Cougars damit, dass er dem sonstigen ‚Dauerläufer‘ David McCants mehr Pausen als sonst gönnte. Trotzdem knackte der Mann aus Alabama zwei Erfolgsmarken: Schon im zweiten Quarter übertraf er die 1.000 erlaufenen Yards für diese Saison, mit seinem Touchdown nach der Pause schraubte David zudem sein Punktekonto über die 100er-Marke auf genau 104 Zähler. In den Pausen von McCants hielten die deutschen Runningbacks der Panther aber den Angriff weiter am Leben – natürlich auch dank der Unterstützung des Passspiels. Neben Crayton zeichnete sich da besonders Niklas Römer aus.

Neben der deutlich konzentrierteren Leistung des Angriffs zeigte sich aber vor allem auch die Düsseldorfer Defense deutlich verbessert. Sie ließ diesmal nur einen langen Lauf von Lübecks Runningback Michael Davis und einen weiteren in der Endphase von Mathias Esau zu, profitierte aber auch davon, dass der US-‚Puma‘ im zweiten Viertel verletzt ausschied. Dadurch wurden die Gastgeber gezwungen, ihr Glück mehr als sonst über Pässe zu suchen. Resultat: Gleich viermal fingen die Abwehrspieler der Panther Würfe von Lübecks Spielmacher Andrew Hill ab. Denis Odenhoven, Sebastian Schönbroich, Denis Kühn und Florian Klingner griffen sich je einen Pass des Lübecker Quarterbacks. So zogen die Gäste schon im zweiten Quarter auf 28:7 und bis zur Pause auf 35:14 davon.

Den Anschluss zum 21:35 gleich nahc der Pause beantworteten Quarterback Robert Demers und Co. mit ihrem sechsten Touchdown – damit war die Frage nach dem Sieger entschieden. Die Düsseldorfer gaben allen sonstigen Reservisten die Chance, Spielerfahrungen zu sammeln. Was in der letzten Angriffsserie zu einer doppelten Premiere führte. 24 Sekunden vor dem Ende bediente Manuel Engelmann mit einem Pass in die Endzone Felix Köster. Der erste Passfang des 23-jährigen Wide Receivers in diesem Jahr bedeutete für Köster den ersten Saison-Touchdown und für den letztjährigen Rookie-Spielmacher und Jugend-Nationalspieler den ersten Touchdown-Pass in der GFL überhaupt.

Das Spiel in der Zusammenfassung

Lübeck Cougars – Düsseldorf Panther 27:51 (7:14, 7:21, 7:7, 6:9)

1.200 Zuschauer im Lübecker Stadion am Buniamshof

0:7 Niklas Hornen, 2-Yard-Lauf, PAT Sven Missbach (3:21 Minuten gespielt)

7:7 Michael Davis, 4-Yard-Lauf, PAT Daniel Töllner (6:40)

7:14 Estrus Crayton, 69-Yard-Pass von Robert Demers, PAT Sven Missbach (7:57)

7:21 Marcel van Eck, 1-Yard-Lauf, PAT Sven Missbach (16:25)

7:28 Estrus Crayton, 13-Yard-Pass von Robert Demers, PAT Sven Missbach (19:00)

14:28 Andrew Hill, 1-Yard-Lauf, PAT Daniel Töllner (20:54)

14:35 Estrus Crayton, 16-Yard-Pass von Robert Demers, PAT Sven Missbach (23:44)

21:35 Mathias Esau, 30-Yard-Lauf, PAT Daniel Töllner (26:26)

21:42 David McCants, 19-Yard-Lauf, PAT Sven Missbach (29:37)

21:45 Sven Missbach, 38-Yard-Fieldgoal (40:15)

27:45 Franz Teuber, 2-Yard-Lauf (43:13)

27:51 Felix Köster, 18-Yard-Pass von Manuel Engelmann (47:36)

 

7. August 2012, Düsseldorf. Teuer bezahlt haben die Düsseldorf Panther ihren 51:27-Sieg in Lübeck: Mit Soichiro Tsukuda und Denis Odenhoven fallen zwei der Akteure des aktuellen Tabellendritten der German Football League auf jeden Fall erst einmal aus, Patrick Neff hofft noch auf ein positives Ergebnis der MRT-Untersuchung.

Mit Denis Odenhoven hat es einen der ‚Shooting Stars‘ der laufenden Saison am schlimmsten erwischt. Der 21-jährige Rückraum-Verteidiger war erst im Winter von Viertligist Solingen Paladins an den Rhein gewechselt und hatte sich auf Anhieb in der höchste deutschen Spielklasse etabliert. Mit 41 Tackles führt er derzeit sogar die teaminterne Defense-Statistik an, zudem fing er bei den Cougars bereits den vierten Pass eines gegnerischen Quarterbacks ab. Leider zog er sich eine Sprengung des Schultereckgelenks zu, „zwei Monate Zwangspause“ befürchtet Panther-‚Doc‘ Rubin Mogharebbi für Odenhoven.

Etwas glimpflicher ist Soichiro Tsukuda davon gekommen, der aus Lübeck mit einer Sprunggelenksverletzung zurückkehrte. Der nur 1,57 Meter kleine japanische Runningback wird bei den Auswärtsspielen bei den Berlin Rebels am kommenden Sonntag (Kick-off: 15 Uhr, Mommsenstadion) und den Braunschweig Lions eine Woche später auf jeden Fall fehlen. Doch kann So auf ein Comeback beim Topspiel bei den Berlin Adler am 25. August hoffen.

Hoffen muss derzeit auch Patrick Neff: Der 140-Kilo-Brocken aus der Offenseline hatte sich im Stadion am Buniamshof am linken Knie verletzt. Erst eine genaue Untersuchung per Computer-Tomographie kann genauen Aufschluss über seine Blessur geben. „Zu 80 Prozent fühlt es sich schon wieder ganz gut an“, wagt der 27-jährige ‚Paddy‘ eine Selbst-Diagnose – die Panther und ihre Fans drücken die Daumen, dass der Nationalspieler am Sonntag wieder mitmischen kann.

Feuerwerk Workshop Nr. 15

Zum zweiten Mal in der Saison 2012 begleitete Feuerwerk Workshop den Spielereinlauf der Düsseldorf Panther mit einer kurzen pyrotechnischen Inszenierung. Im Mittelpunkt stand dabei die Effekterzeugung mittels Rauchpulver direkt auf dem Spielfeld. Das eingesetzte Rauchpulver erzeugte schnell eine große Nebelwand; im Vordergrund der Einlauf der Spieler und die Pantherettes (Cheerleader). Für Feuerwerksatmosphäre sorgten dabei zusätzliche Feuerwerks-Effekte der Klasse II (F2) die aus mehrere Cakeboxen sowie einigen Kannonschläge bestanden. Der starke optische Effekt des Rauches wurde somit um eine akustische Komponente ergänzt.

Im Mittelpunkt des Feuerwerks stand dabei für das Heimpublikum unübersehbar das Lichterbild des Sponsors dieses Feuerwerks: Hasso Feuerschutz. Das fast 3m³ große Lichterbild wurde dabei mit über 100 pyrotechnischen Effekten bestückt die gleichzeitig gezündet wurden. In verschiedenen Flammfarben wurde so das Firmenlogo in das Feuerwerk eingebunden.

Mehr über diese Veranstaltung: http://www.feuerwerk-workshop.de/index.php?id=136

Pressemeldung der Düsseldorf Panther vom 18. Mai 2012 über das bevorstehende Spiel:

Gegen „teuflischen“ Panther-Gegner ist Konzentration gefragt.

Düsseldorf. Eine alte Rivalität wird am Samstag wiederbelebt. Zum zweiten Heimspiel der neuen Football-Saison empfangen die Düsseldorf Panther im Benrather Stadion an der Karl-Hohmann-Straße (Kick-off: 18 Uhr) die Hamburg Blue Devils – das Team, das Ende der 90er-Jahre des vergangenen Jahrtausends die Raubkatzen als dominierende Kraft im deutschen Football abgelöst hatte. Ähnlich wie damals kommen die Hanseaten als Emporkömmlinge: Nach dem Rückzug aus der German Football League 2009 sind die Teufel nach zwei Jahren in der dritten Liga und einem Durchmarsch durch die GFL 2 im vergangenen Herbst in die Bundesliga zurückgekehrt.

Bei ihrem Auftaktspiel diesen Jahres verkauften sich die Schützlinge von Cheftrainer Max von Garnier überraschend gut: Nach einem 0:17-Rückstand kämpften sich die Hamburger gegen die Braunschweig Lions noch auf 14:17 heran, schaffen den erhofften Sieg aber nicht mehr. Den Düsseldorfer Football-Fans ist Headcoach von Garnier noch aus seiner Saison als (nur selten eingesetzter Ersatz-) Wide Receiver von Rhein Fire im Jahre 1995 ein Begriff. Nach dem Ende seiner Karriere als einer der besten – und mit vier deutschen Meistertiteln und drei Triumphen im Eurobowl mit den Blue Devils auch erfolgreichsten – hiesigen Passempfänger sammelte er neben seiner Tätigkeit bei seinem Stammverein (wo er auch im Vorstand mitarbeitet) auch als Trainer der deutschen Nationalmannschaft, sowie der Junioren-Europaauswahl und im vorigen Jahr sogar als einziger deutscher Coach der Nachwuchs-Weltauswahl internationale Erfahrungen zuhauf.

Der einstige Klasse-Receiver von Garnier setzt in der Offensive seines Teams allerdings meist auf das Laufspiel. Mit Tory Cooper, der in der vergangenen Saison noch als Runningback der Berlin Adler in den beiden Spielen mit vier Touchdowns und mehr als 330 Yards Raumgewinn zum Alptraum der Panther-Abwehr avancierte, hat sich der Neuling gezielt verstärkt. Was allerdings auch nötig war: Schließlich hatte am Aufstieg noch ein gewisser David McCants den größten Anteil, der ja inzwischen in Düsseldorf spielt – und sich natürlich ganz besonders auf das Duell mit seinen ehemaligen Mannschaftskameraden freut.

„Klar sind wir Favorit und wollen dieser Rolle vor unseren tollen Fans auch gerecht werden“, sagt der Panther aus Alabama. „Aber wir müssen mit voller Konzentration zur Sache gehen, hundert Prozent geben und dürfen die Blue Devils auf keinen Fall unterschätzen.“ Seine Einschätzung der vorherigen Panther-Leistung: „Vor allem unsere Offenseline hat gegen Dresden eine Klasse-Vorstellung geboten. Was nicht heißt, dass wir uns nicht noch weiter verbessern müssen. Lasst uns alle daran gemeinsam arbeiten“, appelliert der 24-jährige US-Boy an seine Mit-Panther.

Auch Düsseldorfs Abwehrrecke Pascal Hohenberg mahnt zur Vorsicht: „Auch wenn wir beim klaren Sieg gegen Dresden gut gespielt haben, bedeutet das gar nichts. Wir haben letztes Jahr selbst gezeigt, dass auch Aufsteiger auf Anhieb die etablierten Mannschaften aufmischen können“, erinnert der Nationalspieler, „deshalb nehmen wir die Hamburger ganz bestimmt nicht leicht.“ Den donnerstäglichen Feiertag haben die Panther zu einer langen und intensiven Trainingseinheit und zur akribischen Vorbereitung auf die Hanseaten genutzt. Bei der knappen Niederlage gegen Braunschweig überzeugte vor allem die ‚teuflische‘ Defense, außer Cooper, der insgesamt wieder für 157 Yards und einen Touchdown gut war, beeindruckten in der Offense vor allem US-Quarterback Paul Roberts, der bereits seit dem vergangenen Jahr den Hamburger Angriff führt, und die Passempfänger Philip Schulz und Kay Stange. „Da muss unser Backfield sich noch einmal steigern“, sagt Düsseldorfs DB-Coach Wolfgang Best.

Fakt ist: Die Gastgeber in Benrath haben hart dafür gearbeitet, um das lange Warten auf einen Erfolg gegen die ‚Blauen‘ endlich zu beenden. Die beiden letzten Düsseldorfer Siege gegen die Blue Devils sind nämlich bereits 12 Jahre her. In der Saison 2000 gewannen die Panther mit 15:13 und 39:6 in Hamburg beide Partien, seither hatten stets die Teufel die Nase vorn. Dabei hoffen die Raubkatzen auf die Unterstützung ihrer Fans. Um die Zuschauer nicht nur mit erstklassigem Sport ins Stadion zu locken, hat das Eventteam um Panther-Vorstand Markus Shenouda sich eine Menge einfallen lassen. Vor dem obligatorischen Feuerwerk zum Einlauf der Panther sollen die Besucher sich u.a. beim Bullriding und beim ‚American Gladiator‘-Spiel die Zeit vertreiben. Auch spezielle Getränke sind im Angebot: So gibt es ‚Panther‘-Bier und einen Energy-Drink in limitierter Auflage, dessen Dose diesmal das Konterfei von Düsseldorfs Quarterback Robert Demers ziert.

 

Info:

Düsseldorf Panther – Hamburg Blue Devils

Samstag, 19. Mai 2012, Kickoff: 18 Uhr, Einlass: 16 Uhr;

Benrather Stadion an der Karl-Hohmann-Straße;

Eingang und Parkmöglichkeiten: Parkplatz Bayreuther Straße;

Tickets: Sitzplätze: Vorverkauf: 10 €, Tageskasse: 12 €, Ermäßigte: 7 €;

Stehplätze: 7 €, Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt;

 

Der komplette Spielplan 2012 der Panther in der GFL:

05. Mai 2012, 15 Uhr: Kiel Baltic Hurricanes – Düsseldorf Panther 49:21

12. Mai 2012, 18 Uhr: Düsseldorf Panther – Dresden Monarchs 40:14 # Feuerwerk der Otto Hasselhoff GmbH/Feuerwerk-Workshop Nr. 14

19. Mai 2012, 18 Uhr: Düsseldorf Panther – Hamburg Blue Devils # Feuerwerk der Otto Hasselhoff GmbH/Feuerwerk-Workshop Nr. 15

26. Mai 2012, 18 Uhr: Hamburg Blue Devils – Düsseldorf Panther

02. Juni 2012, 15 Uhr: Dresden Monarchs – Düsseldorf Panther

17. Juni 2012, 15 Uhr: Düsseldorf Panther – Braunschweig Lions # Feuerwerk der Otto Hasselhoff GmbH/Feuerwerk-Workshop Nr. 16

30. Juni 2012, 18 Uhr: Düsseldorf Panther – Kiel Baltic Hurricanes # Feuerwerk der Otto Hasselhoff GmbH/Feuerwerk-Workshop Nr. 17

07. Juli 2012, 18 Uhr: Düsseldorf Panther – Berlin Adler # Feuerwerk der Otto Hasselhoff GmbH/Feuerwerk-Workshop Nr. 18

28. Juli 2012, 18 Uhr: Düsseldorf Panther – Lübeck Cougars # Feuerwerk der Otto Hasselhoff GmbH/Feuerwerk-Workshop Nr. 19

04. August 2012, 17.30 Uhr: Lübeck Cougars – Düsseldorf Panther

12. August 2012, 15 Uhr: Berlin Rebels – Düsseldorf Panther

18. August 2012, 18 Uhr: Braunschweig Lions – Düsseldorf Panther

25. August 2012, 18 Uhr: Berlin Adler – Düsseldorf Panther

01. September 2012, 18 Uhr: Düsseldorf Panther – Berlin Rebels # Feuerwerk der Otto Hasselhoff GmbH/Feuerwerk-Workshop Nr. 20

 

Pressemeldung der Düsseldorf Panther über das Spiel und die Veranstaltung:

65 Panther-Punkte beim Sieg gegen Blue Devils

Düsseldorf. Ein Offensiv-Feuerwerk der Extraklasse, 102 Punkte, insgesamt 14, zum Teil spektakuläre Touchdowns, dazu eine starke zweite Spielhälfte der Düsseldorfer Defense – die 1.776 Fans, die am sommerlichen Samstagabend ins Benrather Stadion an der Karl-Hohmann-Straße gekommen waren, wurden mit (zeitweise) hochklassigem Offensiv-Football überreichlich entschädigt. Dank der Steigerung der zunächst desolaten Deckung gewannen die Düsseldorf Panther am Ende ebenso verdient wie deutlich mit 65:37 (7:7, 14:24, 17:6, 27:0) gegen die Hamburg Blue Devils.

„Das war auch ein Charaktertest für meine Spieler, ob wir es schaffen, uns trotz des zwischenzeitlich deutlichen Rückstands ins Spiel zurück zu kämpfen“, erklärte nachher Panther-Cheftrainer James Jenkins und strahlte: „Sie hat ihn bestanden.“ Der 44-jährige Headcoach des sechsmaligen deutschen Meisters gab aber auch zu: „In der ersten Halbzeit haben uns die Hamburger mit ihrer Taktik überrascht, sie verdienen unseren vollen Respekt. Die Blue Devils haben eine starke Mannschaft, die uns sicher auch nächste Woche alles abverlangen wird.“ Panther-Runningback David McCants, der gegen sein ehemaliges Team – genau wie Niklas Hornen – zwei Touchdowns erlief, lobte besonders die Düsseldorfer Offenseline. „Sie hat einen unglaublich guten Job gemacht. Wir Runningbacks haben gescort, aber die Jungs in der Linie haben uns den Weg bereitet und die Punkte erarbeitet.“

Doch schön der Reihe nach: Der erste Drive der Panther wurde schnell gestoppt, das sonst so starke Passspiel der Düsseldorfer wurde von den Gästen rigoros via Doppeldeckung für Niklas Römer und Co. unterbunden. Weit überraschender die Angriffs-Formation der Hanseaten. Da sich mit Tory Cooper das sonstige ‚Arbeitstier‘ der Laufoffensive bei der 14:17-Niederlage gegen Braunschweig einen Innenbandriss am Knie zugezogen hatte, der den US-Runningback wohl noch mindestens vier Wochen außer Gefecht setzt, setzte Headcoach Max von Garnier konsequent aufs Passspiel. Gegen das ‚empty backfield‘ der Hamburger, bei denen Spielmacher Paul Roberts mit viel Übersicht immer wieder den freien seiner fünf Receiver bediente, fanden die Hausherren bis zur Pause kein Mittel. So punkteten die ‚Teufel‘ bei fünfen ihrer sechs Ballbesitze in der ersten Hälfte. Die Panther-Offense hatte mehr Schwierigkeiten: Unnötige Strafen, mit Ausnahme des ersten Touchdowns durch das bewährte Duo Robert Demers/Niklas Römer immer wieder vereitelte Versuche, das Pass-Spiel zu etablieren, ein paar verpasste Blocks – trotzdem standen nach dem zweiten Quarter immerhin 21 Zähler auf der Habenseite.

Die Initialzündung zur Aufholjagd lieferte dann die Abwehr. Nach einem 50-Yard-Lauf von Blue Devils-Quarterback Roberts, bei dem beinahe ein halbes Dutzend Tackleversuche nicht saßen , stemmten sich die Rheinländer, geführt von Linebacker Jens Hoffmann und Defenseliner Pascal Hohenberg und unterstützt durch die laustarken Fans auf der Tribüne, dem drohenden Zwei-Touchdowns-Rückstand entgegen. So stand es ‚nur‘ 21:31 zur Pause. Panther-Cheftrainer Jenkins besprach sich erst lange auf dem Feld mit seinen Coaches, appellierte dann an seine Spieler. „Wir haben auf Manndeckung umgestellt, ich habe gesagt, dass jetzt jeder für sich kämpft, keiner mehr mögliche Fehler auf Probleme in der Abstimmung schieben kann – darum geht’s beim Football, knallharter Kampf.“

Der neue Spirit zahlte sich prompt aus: Nationalmannschafts-Verteidiger Sebastian Schönbroich, der schon beim 40:14 gegen Dresden zwei Bälle abgefangen hatte, krallte sich den ersten Roberts-Pass, wenig später erlief Niklas Hornen den Anschluss-Touchdown. Beim nächsten Ballbesitz der ‚Blauen‘ kam das ‚big play‘ von Denis Odenhoven. Der 21-jährige Defensive Back, der ebenfalls gegen die Monarchs zwei Interceptions gefangen hatte, sackte ‚Teufel‘ Roberts und schlug ihm den Ball weg, Jonas Kroneberg eroberte ihn für die Panther. Vier Spielzüger später stürmte David McCants zu seinem zweiten Touchdown und der ersten Panther-Führung in die Endzone. Die wurde durch ein Fieldgoal von Sven Misbach ausgebaut, nachdem Jörg Berghoff und Mahir Köroglu beim nächsten Angriff der Gäste einen weiteren Fumble erzwungen hatten.

Noch einmal schlugen die Hamburger zurück, kamen kurz Ende des dritten Spielabschnitts auf 37:38 heran. Doch danach ging den Gästen, die zudem Linebacker Samuel Ong mit einer Knieverletzung verloren, sichtlich die Luft aus. „Wir haben einfach nicht die Tiefe im Kader, um da noch gegenhalten zu können“, gestand Headcoach Max von Garnier nachher, „die Panther bringen dann noch ihren dritten, vierten oder fünften Klasse-Runningback, da sind meine Jungs noch überfordert.“ Trotzdem war der frühere Klasse-Receiver – zu Recht – stolz auf sein Aufsteigerteam: „Aber wir haben gezeigt, dass wir in der ersten Liga mithalten können, das ist die wichtigste Erkenntnis, darauf können wir aufbauen.“ Tolle Geste der Panther-Fans, dass sie die Hamburger für ihre beherzte Vorstellung nach dem Schlusspfiff mit stehenden Ovationen und „Blue, Blue, Blue“-Sprechchören verabschiedeten.

Zwischenzeitlich erlebten die Zuschauer noch eine Offense-Demonstration der Düsseldorfer, die übrigens vor genau zehn Jahren – damals in der Regionalliga West – beim 76:0 gegen die Paderborn Dolphins mehr Punkte erzielt haben als an diesem dritten GFL-Spieltag 2012. Ein Super-Catch von Janik Lück eröffnete das Schlussviertel, in dem die O-Line der Raubkatzen die erschöpften ‚Teufel‘ beinahe nach Belieben über den Platz schob. Spielmacher Robert Demers sprintete über die rechte Seite in die Endzone, wenig später legten Soichiro Tsukuda mit seinem ersten Touchdown für Düsseldorf und Muco Köroglu noch nach und untermauerten – genau wie Marcel von Eck – die vom gegnerischen Coach angesprochene Tiefe des Kaders und Qualität des Laufspiels. „Wir haben immer darauf gewartet, dass sie ihre Deckung umstellen“, wunderte sich nachher David McCants, „dass sie irgendwann die Box (Spielfeldmitte) zustellen und wir gezwungen sind, mehr zu passen. Aber sie haben es nicht getan und daher sind unsere sieben Lauf-Touchdowns nur das logische Ergebnis.“

Feuerwerk Workshop Nr. 11

Feuerwerk-Workshop begleitete zum letzten mal in der Spielsaison 2011 die Düsseldorf Panther beim Einlauf der Spieler mit einem Tagesfeuerwerk. Laute Bühnenblitze (PT1) bildeten den Beginn der pyrotechnischen Vorführung. Vulkane und Römische Lichter der Klasse F2 (Silvesterfeuerwerk) sowie Bengalfeuer (PT1) auf der Spielfläche markierten den Weg beim Einlauf für die Spieler, Cheerleader und Trainer und bildeten dabei eine wunderbare Kulisse für das Publikum.

Das Feuerwerk wurde von der Otto Hasselhoff GmbH gesponsort. 

Mehr über diese Veranstaltung: http://www.feuerwerk-workshop.de/index.php?id=130

 

Pressemeldung der Düsseldorf Panther über diese Veranstaltung:

Blamage statt Gala-Vorstellung gegen Essen

28.08.2011Düsseldorf. Ein Satz mit x: Dat war wohl nix. Das letzte Heimspiel der Saison, in dem die Düsseldorf Panther sich mit einer möglichst glanzvollen Vorstellung für dieses Jahr vom heimischen Publikum verabschieden wollten, ist gründlich vergeigt worden. Beim 17:24 (3:3, 0:7, 7:0, 7:14) gegen das vorher sieglose GFL-Schlusslicht Assindia Cardinals blamierten sich die Schützlinge von Cheftrainer Martin Hanselmann vor 1.080 Zuschauern im Benrather Stadion ausgesprochen gründlich. Besonders lange Gesichter trugen auch Alexej Mittendorf, Steve Coles und Markus de Haer zur Schau: Das Trio hatte sich sein letztes Heimspiel vor dem Karriere-Ende ganz anders vorgestellt . . .

„So haben wir (Coaches) uns das nicht vorgestellt, so hat sich wohl keiner das vorgestellt“, sagte der Düsseldorfer Headcoach mit einer Mischung aus Enttäuschung und Trotz, „wir haben bewusst den sonstigen Reservisten viel Spielzeit eingeräumt, daher wussten wir vorher, dass nicht alles rund läuft. Aber wir hatten schon gedacht, dass wir es auch mit diesem Personal packen.“ Seine Ankündigung im Mannschaftskreis: „So werden wir uns nicht mehr präsentieren, schon nächste Woche in Braunschweig werden wir uns ganz anders präsentieren: Morgen beginnen für uns die Play-offs.“

Gegen die kampfkräftigen und am Ende überglücklichen Essener präsentierten die Düsseldorfer sich allerdings ganz und gar nicht wie ein Play-off-Team. Zu lässig in der Einstellung, zu nachlässig in der Defense, besonders beim Tackeln, zu unpräzise bei den Passrouten und Laufwegen im Angriff, zu locker bei oft den halbherzigen Versuchen zu blocken: Das enorme Pensum der vergangenen Wochen bewirkte in Kombination mit der sicheren Gewissheit, dass die Partie gegen die Cardinals keinerlei Auswirkungen auf den Tabellenstand haben würde, für ein beinahe selbstzufriedenes Auftreten. „Vielleicht verstehen jetzt einige unsere Back-ups besser, warum sie nicht Starter sind“, hoffte Hanselmann, dass die unverhoffte Pleite wenigstens als „Weckruf“ noch etwas Positives in sich trug.

Schon im ersten Spielzug, als Louis Lee den Kickoff bis zur 15-Yard-Line der Panther zurücktrug, zeigte, wie die Partie nachher lief: Die Cardinals immer vorneweg und die Panther mal mehr und mal weniger engagiert und erfolgreich immer hinterher. „Wir haben mit dem ersten play den Ton vorgegeben und sind von da an keinen Schritt mehr zurückgewichen“, beschrieb der starke Essener Runningback Jimmy Lee Malone die Begegnung aus Sicht der Gäste. „Ich hoffe, dass uns der Sieg hilft, die Saison zu einem perfekten Ende zu bringen, wir alle sollten daraus zehren“, verwies US-Boy Malone darauf, dass das GFL-Schlusslicht gegen den Zweitliga-Zweiten (derzeit die Lübeck Cougars) in der Relegation noch den Erstliga-Verbleib schaffen kann.

„Wir haben gewusst, dass wir in dem Nachbarschaftsduell wegen der damit verbundenen Emotionen am ehesten eine Siegchance haben“, behauptete ‚Cards‘-Headcoach Dan Zeleznik. Er sah den entscheidenden Unterschied zu den zwölf sieglosen Spielen seines Teams keineswegs in der unübersehbaren Schwäche der Raubkatzen: „Ich habe endlich alle meine Linienspieler wieder gesund, dadurch konnte ich mehr wechseln und sie waren auch am Ende noch frischer. Ich hoffe, dass das so bleibt.“ Sein Düsseldorfer Trainerkollege D.J.  Anderson pflichtete ihm bei – schweren Herzens: „Ich geb’s nicht gerne zu, aber heute waren sie wirklich besser. Was Essen heute gespielt hat, war ganz klar erste Liga“, sagte der Coach der Panthers-Defenseline.

Er verbrachte nach dem Derby einen eher unerquicklichen langen Abend, da er seine ehemaligen Schützlinge, die Cardinals-Amerikaner Louis Lee, Jimmy Lee Malone und Shaquill Smith (schon lange vor dem Spiel) für nachher zu sich eingeladen hatte. „Sie können mich heute den ganzen Abend aufziehen und ich muss notgedrungen schweigen“, ahnte Anderson . . .

Info: David Wallen, der genau wie Mittendorf, Coles und de Haer beim letzten Heimspiel verabschiedet werden sollte, war wegen eines dringenden Notfalls in der Familie kurzfristig in die USA geflogen. Der Inside Linebacker wird aber spätestens zum Play-off-Viertelfinale am 18. September wieder in Düsseldorf sein.

 

Jammern auf hohem Niveau

30.08.2011Düsseldorf. Natürlich hatten sich alle die letzte GFL-Partie der Saison vor den heimischen Fans ganz anders vorgestellt. Alexej Mittendorf, Markus de Haer, Steve Coles und David Wallen sollten nach insgesamt 42 Jahren als Düsseldorf Panther im letzten Heimspiel ihrer Karriere mit viel Beifall und einem klaren Sieg verabschiedet werden. Doch erst fehlte ‚Danger Wall‘ Wallen, da er wegen eins familiären Notfalls kurzfristig Hurrikan Irene trotzen und die USA fliegen musste, und anschließend kassierten die Raubkatzen eine trotz der engagierten Vorstellung der Assindia Cardinals schlicht unnötige und ärgerliche 17:24-Pleite gegen den vorher sieglosen Nachbarn.

War das schlechteste Saisonleistung der Düsseldorfer, waren die Panther noch schwächer als beim 0:28 gegen die Mönchengladbach Mavericks oder beim 7:50 bei Meister und Spitzenreiter Kiel Baltic Hurricanes? „Ja“, sagte Assistenzcoach Michael Tiedge ohne langes Grübeln. „Gegen Kiel konnte man sehen, dass da jeder Spieler ein wenig kräftiger, ein wenig schneller und eine Menge erfahrener war als unsere Jungs – da kann man dann auch mal hoch verlieren. Doch von alledem kann diesmal wirklich keine Rede sein.“

Auch Cheftrainer Martin Hanselmann war sichtlich angefressen. Doch bemühte er sich schon kurz nach dem Schlusspfiff, die unerwartete Pleite richtig einzuordnen: „Wir haben uns an unseren Plan gehalten, wann und wie lange wir unsere Back-ups spielen lassen wollten.“ So war schon vorher geplant, dass Zweit-Quarterback Robby Zantow beginnen würde, und Robert Demers nur im dritten Viertel ein wenig spielen sollte. Daran hielten sich die Rheinländer und brachten auch im Schlussabschnitt erneut Zantow aufs Feld. „An ihm hat’s auch nicht gelegen“, betonte Hanselmann und unterstrich nochmals: „Aber wir hatten schon gedacht, dass die das hinkriegen.“ Die, damit waren die sonstigen Reservisten gemeint, und das bedeutete in diesem Fall, einen Sieg gegen die Essener, für die der erste Saisonsieg ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum via Relegation noch möglichen Klassenverbleib sein könnte.

Trotz seines unübersehbaren Grolls versuchte Headcoach Hanselmann, das Positive der bisherigen Saison zu sehen, in der schließlich nur notorische Optimisten vorher erwartet hatten, dass der Aufsteiger in die höchste deutsche Spielklasse drei Spieltage vor Saisonschluss schon den Einzug in die Play-offs klar machen würde. „Wir sollten bei allem Ärger nicht vergessen, dass wir auf hohem Niveau jammern.“ Sportlich will die Mannschaft schon beim abschließenden Saisonspiel bei den Braunschweig Lions auf dieses hohe Niveau zurückkehren. „Jetzt ist Play-off-Zeit, jetzt werden wir uns anders präsentieren“, kündigte Raphael Llanos-Farfan an. Der Offenseliner, selbst sechs Jahre in Braunschweig aktiv, hatte gegen Essen freiwillig pausiert, das er nach – samt seinen Nationalmannschafts-Einsätzen – bereits 19 Spielen in dieser Saison „einfach platt“ war. Zum Vergleich: Das 19.Saisonspiel bestreiten NFL-Profis nur, wenn ihr Team im Superbowl steht . . .

Feuerwerk Workshop Nr. 8

Feuerwerk-Workshop begleitete die Düsseldorf Panther beim Einlauf der Spieler mit einem kurzen Tagesfeuerwerk. Dabei wurden im Stadion Vulkane und Römische Lichter der Klasse F2 (Silvesterfeuerwerk) sowie Bengalfeuer (PT1) auf der Spielfläche vor rund 3.580 Zuschauern entzündet. Feuertöpfe mit lauten Titanblitzen (PT2) bildeten den Einstieg in dieses Feuerwerk.

Das Feuerwerk wurde von der Otto Hasselhoff GmbH gesponsort. 

Mehr über diese Veranstaltung: http://www.feuerwerk-workshop.de/index.php?id=93

 

Pressemeldung der Düsseldorf Panther über diese Veranstaltung:

Düsseldorf. Die Mönchengladbach Mavericks haben ihren Ruf als Angstgegner der Panther untermauert. Im vierten Aufeinandertreffen der beiden Teams zogen die Düsseldorfer mit 0:28 (0:14, 0:7, 0:0, 0:7) zum vierten Mal den Kürzeren. So war die tolle Kulisse schon das Positivste aus Sicht der Gastgeber: Das Niederrhein-Derby der German Football League lockte am Sonntag immerhin 3.580 Zuschauer ins Benrather Stadion an der Karl-Hohmann-Straße.

Während die Gladbacher durch ihren neunten Saisonsieg schon vorzeitig die Play-offs erreichten und auch nur noch rein theoretisch durch drei Niederlagen in Kiel, Berlin und Essen vom – mit dem Heimrecht im Viertelfinale verbundenen – Platz zwei vertrieben werden können, steht für die Panther nächste Woche das nächste Duell der Tabellennachbarn gegen Verfolger Berlin Adler auf dem Programm.

„Glückwunsch an die Mavericks, unsere junge Offense war heute einfach überfordert“, gratulierte Düsseldorfs Cheftrainer Martin Hanselmann nachher den Gästen zum verdienten Erfolg und versuchte, die vierte Saisonniederlage richtig einzuordnen. „Solche Spiele wie heute sind gegen erfahrene Teams wie Gladbach einfach das Lehrgeld, das man zahlt, wenn man auf junge Leute setzt.“ Sein Mönchengladbacher Kollege war erstaunt, wie leicht seinen Schützlingen der Sieg gemacht wurde. „Wir haben die Panther mit unserer ganz normalen Abwehr gestoppt, unseren Plan B und C für die Defense habe ich überhaupt nicht benötigt“, erklärte Ex-Panther-Spieler und Trainer Walter Rohlfing.

Welche Schwachstellen er noch gesehen hätte? „Unserem Kicking Game können wir noch nicht richtig vertrauen“, war das einzige, was Rohlfing dazu einfiel. Andererseits konnte Hanselmann der Partie trotz der über weite Strecken schwachen Vorstellung seiner Offense  wenigstens noch ein wenig Gutes abgewinnen. „Wir haben uns nie aufgegeben, bis zum Schluss als Team gemeinsam gekämpft und es hat keinerlei Schuldzuweisungen untereinander gegeben“, sagte Hanselmann und lobte ausdrücklich die gute Leistung seiner Abwehr. „Letztlich hat unsere Defense nur zwei echte  Touchdown-Drives kassiert, das ist gegen ein Topteam wie die Mavericks mehr als respektabel.“

Für die Düsseldorfer und ihre Fans begann die Partie wie ein böse Kopie des Hinspiels. Wie sechs Wochen zuvor eröffnete Adam Goloboski den Punktereigen. Der amerikanische Linebacker der ‚Mavs‘ blockte einen Punt von Markus de Haer und trug den umherspringenden Ball zum Touchdown in die Düsseldorfer Endzone. Während die Gastgeber anschließend noch vergeblich ihren Spielrhythmus suchten, folgte der zweite Schock: John McCardle, genau wie der frühere Panther und Rhein-Fire-Profi Patrick Venzke extra für den Saisonendspurt aus den USA eingeflogen, fand ein Loch auf der linken Seite und sprintete unwiderstehlich über 70 Yards zum zweiten Touchdown.

Als wenig später eine weitere Gladbacher Angriffsserie zum 21.0 führte, war die Partie schon beinahe entschieden. Schließlich schafften die Gastgeber erst fünfeinhalb Minuten vor Ende des zweiten Viertels den ersten Firstdown des Nachmittags. Nach der Pause hatten die Abwehrreihen jeweils ihre Gegner im Griff. Pech, dass ein 42-Yard-Pass von Panther-Spielmacher Robert Demers auf Niklas Römer zum vermeintlichen Touchdown, der vielleicht noch einmal für ein Aufbäumen hätte sorgen können, wegen einer Holding-Strafe gegen die Hausherren nicht gegeben wurde.

Im Schlussviertel, als beide Mannschaften zumindest teilweise schon auf Reservisten setzten und bei den Gästen schon mit Fabian Schorn einer aus dem Dutzend Ex-Düsseldorfer Quarterback spielen durfte, erhöhte erneut der Mann aus Omaha, McCardle, zum Endstand.

Feuerwerk Workshop Nr. 7

Feuerwerk-Workshop begleitete die Düsseldorf Panther beim Einlauf der Spieler mit einem kurzen Tagesfeuerwerk. Dabei wurden im Stadion Vulkane und Römische Lichter der Klasse F2 (Silvesterfeuerwerk) sowie Bengalfeuer (PT1) auf der Spielfläche entzündet. Den Abschluss des Spielereinlaufs und des Feuerwerks bildeten Feuertöpfe mit lauten Titanblitzen (PT2).

Das Feuerwerk wurde von der Otto Hasselhoff GmbH gesponsort. 

Mehr über diese Veranstaltung: http://www.feuerwerk-workshop.de/index.php?id=91

 

Pressemeldung der Düsseldorf Panther über diese Veranstaltung:

Panther-Sieger im Krankenhaus

Düsseldorf. Im Benrather Krankenhaus endete für zwei Düsseldorfer Panther die erste Partie nach der fünfwöchigen WM-Pause, der 34:7-Erfolg über die Braunschweig Lions. Marcus Jaeger erlitt bei seinem spektakulären Fang, mit dem der Passempfänger kurz vor der Pause den zweiten Düsseldorfer Touchdown vorbereitete, ein ‚Commotio cerebri‘, ein Schädel-Hirn-Trauma ersten Grades, populärer als Gehirnerschütterung bekannt, und verbrachte unfreiwillig die Nacht im Hospital. Hingegen kehrte Marten Töwe schon kurz nach Spielschluss ins Stadion an der Karl-Hohmann-Straße zurück: Der Offenseliner hatte sich ‚nur‘ eine Rippe gebrochen.

Nachdem er bei Cheftrainer Martin Hanselmann Entwarnung gegeben hatte („alles halb so wild“), plante Töwe, der in Hamburg arbeitet und nur zu den GFL-Spielen am Wochenende an den Rhein kommt, schon sein sofortiges Comeback. Der 2.05 Meter große 150-Kilo-Brocken lässt sich einen speziellen Brustpanzer anfertigen: „Den ziehe ich über die gebrochene Rippe, gegen die Schmerzen gibt’s eine Spritze und dann bin ich gegen Mönchengladbach nächsten Sonntag wieder dabei.“

Auch Marcus Jaeger will im Niederrhein-Derby gegen die Mavericks wieder mitmischen, obwohl er sich am Sonntagabend noch gefühlt hatte „als wäre ich einen Tag lang biersaufend Achterbahn gefahren“. Der Panther-Passempfänger hatte schon befürchtet, von einem Braunschweiger Abwehrspieler ‚abgeschossen‘ zu werden, als der Pass ein wenig zu kurz getimt in seinem Rücken landete: „Wenn ich mich im Sprung zum Safety drehe, werd ich wohl ausgeknockt, aber dann – egal . . .“

Nachdem er durch den (illegalen und von Schiedsrichtern bestrafen) Angriff des Braunschweigers Giancarlo Boone K.o. gegangen war, wurde der 28-Jährige Jaeger erst an der Seitenlinie wieder wach, als sein (derzeit wegen einer Schulterverletzung pausierender) Mitspieler Sebastian Schönbroich sagte, man müsse wohl den Krankenwagen ordern. Nach der Nacht im Krankenhaus fühlt er sich „wieder halbwegs normal“: Entlassen wird er aber erst, wenn Röntgen und EEG-Untersuchung ein positives Ergebnis zeigen.

Glücklicherweise verliefen die Verletzungen glimpflich. Zudem waren die Lions, gegen die Panther seit 2001 nicht mehr gewonnen hatten, gegen die aggressive Düsseldorfer Deckung ein letztlich nicht wirklich gefährlicher Gegner. Nur in der Anfangsphase hatte Jabari Johnson mit Läufen über die Außenseite für Raumgewinn für die Braunschweiger gesorgt. „Damit hatten wir unsere Probleme: Er hat genau die Räume genutzt, die dadurch entstanden sind, dass wir von außen geblitzt haben“, erläuterte Panther-Headcoach Martin Hanselmann und gab zu: „Ich hab nicht verstanden, warum die Lions ihren Spielplan geändert haben.“ Um lässig zu ergänzen: „Aber das ist ja zum Glück auch nicht mein Problem.“

Das ging dem am Sonntag besten Angreifer der ‚Löwen‘ genauso: „Meine Läufe haben doch immer wieder viele Meter gebracht. Ich weiß nicht, warum wir davon weg gegangen sind“, klagte Runningback Johnson nachher. „Aber das war eine Entscheidung des Coaches, es ist wohl seine Philosophie, verstärkt auf den Pass zu setzen.“ Was den 32-jährigen US-Amerikaner ein wenig tröstete: „Anders als (beim 0:24) in Stuttgart haben wir wenigstens ein bisschen den Ball bewegt, war es zumindest zeitweise zu sehen, dass wir es können.“

Offen blieb lange nur die Frage, warum die Panther nicht am Ende energischer probierten, das Ergebnis weiter zu erhöhen: Unter Umständen könnte der Punktestand im direkten Vergleich am Saisonende den Ausschlag über die Platzierung geben. „Ich finde es wichtiger, dass unsere jungen Spieler Praxis erhalten“, erläuterte Cheftrainer Hanselmann. Aber die anderen Teams treiben doch – wenn möglich – auch die Ergebnisse hoch? Die selbstbewusste Antwort des Headcoaches: „Die anderen sind die anderen. Wir versuchen, unseren Charakter zu bewahren, das ist einfach so.“